Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Diabetes mellitus oder Zuckerkrankheit:

Diabetes Mellitus bezeichnet eine Gruppe von Stoffwechselstörungen, die durch die Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämie) gekennzeichnet ist. Diese ensteht als Folge eines Insulinmangels (absoluter Insulinmangel) oder einer reduzierten Insulinwirkung (relativer Insulinmangel).

Die chronische Erhöhung des Blutzuckerspiegels beim Diabetes mellitus bewirkt ein erhöhtes Risiko für Organschäden, betroffen sind u.a. Augen, Nieren, Nerven sowie das Herz und die Blutgefäße.

Man unterscheidet verschiedene Formen des Diabetes mellitus, die alle durch erhöhte Blutzuckerwerte (Hyperglykämie) gekennzeichnet sind. Beim Typ-1-Diabetes liegt eine Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse vor, die Insulinproduktion sinkt ab, es kommt zu einem absoluten Insulinmangel. Typ-1-Diabetiker müssen deshalb Insulin von außen zuführen, d.h. Insulin spritzen. Der Typ-1-Diabetes beruht nach heutigem Wissenstand auf dem Zusammenwirken von genetischer Veranlagung mit noch nicht im Detail bekannten Umweltfaktoren.

Beim Typ-2-Diabetes wird zwar anfangs noch genügend Insulin in der Bauchspeicheldrüse produziert, das Insulin wirkt in den Körperzellen aber nicht mehr ausreichend (Insulinresistenz). Als Folge wird zuwenig Glucose in die Zellen transportiert und es kommt zu einer Erhöhung der Blutzuckerwerte (Hyperglykämie). Auslösende Faktoren für einen Typ-2-Diabetes sind Übergewicht, Fehlernährung (zu energie- und fettreich) und Bewegungsmangel. Meist besteht zudem eine genetische Veranlagung, die diese Krankheit begünstigt. Beim Typ-2-Diabetes stellen eine gezielte Ernährungsumstellung, eine Gewichtsreduktion sowie ausreichende Bewegung meist bereits eine wirksame Therapie dar.

Der Schwangerschaftsdiabetes oder Gestationsdiabetes betrifft in Westeuropa etwa 3-5% aller schwangeren Frauen. Diese Störung des Stoffwechsels tritt meist zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche auf. Eine rechtzeitige Erkennnung und Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes ist unbedingt erforderlich, da er zu schweren Erkrankungen des Neugeborenen und zu einer Gefährdung der Mutter führen kann.

 

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