Ginseng (Panax ginseng) Informationen

Panax gineng (Ginseng)

Wir haben auf dieser Seite die wichtigsten Informationen zur traditionellen Verwendung von Ginseng (Panax ginseng) sowie zum aktuellen Wissensstand zusammengefasst. Am Ende der Seite finden Sie eine Auflistung der in diesem Artikel zitierten wissenschaftlichen Publikationen zu Ginseng.

Ginseng (Panax ginseng C. A. Meyer) hat seit wenigstens 2000 Jahren einen festen Platz in der chinesischen Medizin. Die Ginsengwurzel erhöht die Widerstandskraft gegen Stress. Sie kann darüber hinaus die geistige und körperliche Leistung verbessern und steht im Ruf, das Konzentrationsvermögen, die Aufmerksamkeit und die Koordinationsfähigkeit zu verbessern und die Reaktionszeit zu senken.

Botanik, Vorkommen und Merkmale

Ginseng (Panax ginseng) ist in schattigen Gebirgswäldern Ostasiens beheimatet. Die mehrjährige Staude aus der Familie der Efeugewächse (Araliaceae) erreicht eine Höhe bis zu 80 Zentimeter. Die sehr langsam wachsende Pflanze kann ein hohes Alter erreichen, angeblich bis zu 100 Jahre. Die dunkelgrünen Blätter sind fünfzählig gefingert. Gelblich-weiße bis weiß-grünliche Dolden mit 15 bis 30 Blüten entwickeln sich erst auf mindestens drei Jahre alten Stauden. In den scharlachroten beerenartigen Steinfrüchten befinden sich je zwei Samen.

Verwendete Pflanzenteile und Gewinnung

Verwendet werden die rübenartigen Wurzeln der Pflanze. Die Kultivierung hochwertiger Ginseng-Wurzeln ist aufwändig. Die anspruchsvollen Pflanzen müssen durch Strohdächer beschattet werden, da sie direkte Sonneneinstrahlung nicht vertragen. Wilde Vorkommen finden sich heute praktisch nicht mehr, als Kulturpflanze wird Ginseng bereits seit etwa 800 Jahren angebaut.

Qualtativ hochwertige Wurzeln sollen erst nach etwa sechs Jahren geerntet werden. Die Felder können in der Folge für bis zu 15 Jahre nicht mehr für den Ginseng-Anbau genutzt werden, da bei durchgehender Nutzung die empfindlichen Pflanzen für verschiedene Krankheiten anfällig werden.

Die Hauptanbaugebiete für Panax ginseng liegen heute in Südkorea.

Roter und weißer Ginseng: Im Handel befinden sich weiße und rote Ginsengwurzeln. Die unterschiedliche Farbe resultiert aber allein aus dem Verarbeitungsprozess, es handelt sich sowohl bei roten als auch weißen Wurzeln um Panax ginseng. Weißer Ginseng wird nach der äußerlichen Reinigung der Wurzeln einfach getrocknet oder direkt weiterverarbeitet. Bei rotem Ginseng kommt hingegen eine Behandlung mit Wasserdampf zum Einsatz: Vor dem Trockenen werden die Wurzeln gedämpft, dadurch verändert sich auch ihre Farbe. Roter Ginseng gilt als leichter zu lagern, in den Inhaltsstoffen unterscheiden sich weißer und roter Ginseng geringfügig.

Wirkstoffe und Wirkmechanismen

Wertbestimmende Inhaltsstoffe des echten Ginseng (Panax ginseng) sind nach aktuellem Wissensstand die zu den Saponinen gehörenden Ginsenoside. Der Gehalt an diesen Stoffen steigt mit zunehmendem Alter der Pflanze. In rotem Ginseng finden sich etwa 30 verschiedene Ginsenoside, in weißem etwas weniger. Andere Ginsengarten wie der kanadische oder der japanische Ginseng (Panax quinquefolius oder Panax japonicus) enthalten nur einige wenige Ginsenoside. 

Ginseng wirkt zentral aktivierend, tonisierend und stimuliert das Immunsystem [1]. Ein Teil der postiven Wirkungen von Ginseng wird heute auf die Regulation des Stresshormons Cortisol sowie eine verbesserte Sauerstoffversorgung zurückgeführt [2,3]. Die durchblutungsfördernde Wirkung von Ginseng ist lange bekannt [1].

Anwendungen und Hauptnutzen

Aufgrund seiner stressdämpfenden Eigenschaften wird Panax ginseng als Adaptogen eingestuft, hauptsächlich findet Ginseng jedoch Verwendung zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens [1], zur Steigerung der köperlichen [2,3] und geistigen Leistung und der Konzentrationsfähigkeit [4].

Ginseng wird heute vorzugsweise als Extrakt in Kapselform verwendet. Der Gehalt an wertbestimmenden Substanzen in der Wurzel ist starken Schwankungen unterworfen. Hochwertige Extrakte werden daher auf ihren Gehalt an Ginsenosiden standardisiert. Ein guter Wert ist ein Gehalt von 4% Ginsenosiden. Durch seine breite Wirkung eignet sich Ginseng besonders zur Kombination mit anderen pflanzlichen Wirkstoffen.

Geschichte und Ethnobotanik

Ginseng wird seit wenigstens 2000 Jahren in der chinesischen (und ähnlich in der japanischen) Medizin als eine Art Allheilmittel angesehen. Ginseng dient in diesem medizinischen Konzept als sogenanntes adaptogenes Mittel, durch dessen Anwendung die Anpassungsfähigkeit und die Abwehrkräfte des Organismus auf breiter Basis verbessert sowie die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit gesteigert werden sollen.

 

Referenzen:

[1] Nocerino E, Amato M, Izzo AA.
The aphrodisiac and adaptogenic properties of ginseng.
Fitoterapia. 2000 Aug;71 Suppl 1:S1-5.

[2] Liang C, Podolka T, Chuang W.
Panax ginseng supplementation enhances physical performance during endurance exercise.
Journal of Strength and Conditioning Research. 2005;19:108-14.

[3] Williams M.
Dietary Supplements and Sports Performance: Herbals
J Int Soc Sports Nutr. 2006; 3(1):1-6.

[4] D.O. Kennedy, C.F. Haskell, K.A. Wesnes and A.B. Scholey.
Improved cognitive performance in human volunteers following administration of guarana (Paullinia cupana) extract: comparison and interaction with Panax ginseng.
Pharmacology Biochemistry and Behavior, Nov 2004, 79(3):401-11.

 

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