Rhodiola rosea (Rosenwurz): Dosierung, Wirkung, Nebenwirkungen

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Die Wirkung von Rhodiola rosea (Rosenwurz) hängt neben der Dosierung auch vom Gehalt an wertbestimmenden Substanzen ab

Rhodiola rosea wird gegen Stress und zur Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt. Die empfohlenen Dosierungen unterscheiden sich zum Teil jedoch erheblich. Die am Markt angebotenen Produkte enthalten unterschiedlichste Mengen und Qualitäten von Rosenwurz-Extrakt. Daraus und aus der beabsichtigten Wirkung von Rhodiola rosea ergeben sich stark unterschiedliche Empfehlungen für die Dosierung. Nebenwirkungen können durch Einnahme zur richtigen Tageszeit vermieden werden.

So verwenden Sie Rhodiola rosea richtig:

Reine Mengenangabe von Rhodiola-Extrakt wenig aussagekräftig

Die angebotenen Produkte enthalten in aller Regel Extrakte aus der Wurzel der Rosenwurz (Rhodiola rosea). Die Mengen reichen hier von wenigen Tausendstel Gramm (mg) in manchen Mischpräparaten bis zu über 500 mg in einer einzigen Kapsel. Für die sehr geringen Beimengungen von Rhodiola-Extrakt in manchen Mischpräparaten darf die Rhodiola-spezifische Wirksamkeit bezweifelt werden.

Aber auch Produkte mit hohen mg-Angaben je Kapsel oder Tagesdosis müssen nicht optimal wirksam sein, da gerade bei günstigen Produkten oft Extrakte mit niedriger Wirkstoffkonzentration eingesetzt werden. Ein solches Rhodiola-Präparat enthält nämlich trotz hoher mg-Angaben für den Extrakt nur geringe Mengen der wertbestimmenden Wirkstoffe.

Gehalt an Rosavin und Salidrosid wesentlich

Bestimmend für die Wirkung von Rhodiola rosea sind nach heutigem Wissensstand vor allem zwei Inhaltsstoffe aus der Gruppe der phenolischen Glycoside:

Wirkstoffe von Rhodiola rosea:

  • Rosavin:
    Dieser Stoff ist bei den meisten handelsüblichen Rhodiola-Produkten mit 3% im Extrakt enthalten. Mitunter finden sich auch Billigprodukte mit nur 1% oder noch darunter. Sehr hochwertige Produkte weisen dagegen einen Gehalt von 5% Rosavin auf.
  • Salidrosid:
    Die meisten Rhodiola-Extrakte enthalten rund 1% Salidrosid, häufig auch deutlich weniger. Hochqualitative Rhodiola-Extrakte enthalten dagegen bis zu 3% Salidrosid.

Dosierung von Rhodiola rosea

Die Wirkung von Rhodiola rosea wird also vom Gehalt an Salidrosid und Rosavin bestimmt. Daher ist auch klar, dass die wirksame Tagesdosis von der Qualität des verwendeten Rhodiola-Extraktes abhängt.

Die Standardisierung von Rhodiola-Extrakt erfolgt anhand des Rosavin-Gehalts, meist gelangen Standardisierungen mit 1%,2%,3% und 5% in den Handel. Hier ein Überblick über die Dosierempfehlungen:

Dosierungen für Rhodiola rosea:

  • 1% Rosavin:
    Für Extrakte mit nur 1% Rosavin haben sich Dosierungen von 400 mg bis 1000 mg täglich etabliert.
  • 2% Rosavin:
    Für Extrakte mit 2% Rosavin werden Dosierungen von 200 mg bis 500 mg täglich empfohlen.
  • 3% Rosavin:
    Für Extrakte mit 3% Rosavin werden Dosierungen von 150 mg bis 400 mg täglich empfohlen.
  • 5% Rosavin:
    Für Extrakte mit 5% Rosavin werden Dosierungen von etwa 100 mg bis 300 mg täglich empfohlen.

Die angegebenen Mengen beziehen sich auf die Einnahme über einen längeren Zeitraum. Häufig wird Rhodiola rosea über mehrere Monate durchgehend eingenommen.

Die durchgehende Einnahme über einen längeren Zeitraum (wenigstens einige Wochen) ist der kurzfristigen, anlassbezogenen Anwendung vorzuziehen, da Rhodiola rosea zur Entfaltung seiner vollen Wirkung einige Zeit benötigt. Rechnen Sie bei der Einnahme des Präparats deshalb mit einer Anlaufzeit von ein bis zwei Wochen, bis Sie von der Wirkung von Rhodiola rosea in vollem Umfang profitieren.

Die genannten Werte für die Dosierung von Rhodiola rosea sind aus der Erfahrung abgeleitete Cirka-Werte. Bei Bedarf kann die Dosis auch deutlich erhöht werden, sofern der Extrakt gut vertragen wird. So kann etwa bei überdurchschnittlichem Körpergewicht eine entsprechend angepasste Dosierung notwendig sein.

Optimale Einnahme von Rhodiola rosea

Am besten wird Rhodiola rosea auf nüchternen Magen am Morgen eingenommen. Nüchtern erfolgt die Aufnahme der Wirkstoffe am besten. Zudem besitzt Rhodiola bei höheren Dosierungen eine anregende Wirkung, so dass empfindliche Personen Rhodiola nicht am Abend einnehmen sollen.

Heute erleichtern die meist angebotenen Rhodiola rosea Kapseln die Dosierung des Extraktes erheblich. Seltener wird Rosenwurz in Tablettenform oder als Pulver angeboten.

Nebenwirkungen von Rhodiola rosea (Rosenwurz)

Rosenwurz besitzt keine Nebenwirkungen, wenn man von einem erschwerten Einschlafen nach Einnahme hoher Dosen vor dem Zubettgehen absieht. Weiters kann Rhodiola rosea die anregende Wirkung anderer Stoffe verstärken (etwa von Koffein).

Probleme können daher leicht dadurch vermieden werden, dass Rhodiola rosea in der ersten Tageshälfte eingenommen und nicht mit größeren Mengen an Koffein kombiniert wird.

Fazit

Die Wirkung von Rhodiola rosea hängt neben der Dosierung auch von der Qualität des verwendeten Extraktes ab. Bis zur vollen Entfaltung der Wirkung vergehen meist ein bis zwei Wochen, so dass sich die Einnahme über einen längeren Zeitraum empfiehlt. Bei Dosierungen innerhalb der angegebenen Grenzen für die jeweilige Standardisierung ist mit keinen Nebenwirkungen zu rechnen.

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English version of this article: Rhodiola rosea (roseroot): Dosage, Effect, Side Effects

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